Das Wappen

Spiekershausen hat 1957 ein eigenes Wappen bekommen. Der aus Spiekershausen stammende Musikhochschullehrer Richard Grimm hat in diesem Jahr in Anlehnung an die Geschichte des Ortes das links oben abgebildete “redende” Wappen entworfen.

Die Erläuterung dazu lautet:

Das Wappen der Gemeinde Spiekershausen entstand aus der Lage und insbesondere aus dem Namen des Ortes: Spiekers-Hausen an der Spieke die Häuser, an der Furt das Dorf.

Bei dem rings von Wald umgebenen, am rechten Ufer der Fulda gelegenen Spiekershausen durchquerte die alte Heer- und Frachtstraße von Kassel nach Münden auf einer Furt - einer Spieke - den Fluss.

Das Grün des Waldes ergab den grünen Wappengrund.

In der Durchflechtung des die Fulda darstellenden silbernen Schräglinkswellenbalkens mit dem die alte Heer- und Frachtstraße andeutenden goldenen Schrägrechtsbalken wurde die Spieke, die Furt stilisiert (“Spiekers-”). Dreifach überfluten die Wellen den zweimal im Flussbett sichtbar bleibenden Weg, der im rechten Obereck des Wappens von einem zunächst die drei ersten Häuser (“-Hausen”), dann aber auch den ganzen Ort symbolisierenden dreiblättrigen goldenen Kleeblatt unterbrochen wird. Wie vor Jahrhunderten diese ersten drei Häuser - Ausspann, Herberge und Schmiede - zur Unterbrechung des Weges lockten oder gar zwangen, so lockt auch heute noch das außerordentlich schön gelegene Spiekershausen zur Unterbrechung des Weges - der Reise.

Originaldokument

Beschreibung des Wappens:

In Grün ein goldener, im rechten Obereck des Wappens durch ein goldenes Kleeblatt unterbrochener Schrägrechtsbalken, der in der Weise von einem silbernen Schräglinksbalken gekreuzt wird, dass an der Kreuzungsstelle der Wellenbalken durch den Schrägrechtsbalken dreifach durchflochten erscheint.

Originaldokument

Handzeichnung des Wappens von Richard Grimm

Glückwunschbrief des Bürgermeisters

Ehrung u.a. von Richard Grimm durch den Bürgermeister Passek am 5. Februar 1966